Die ollen Griechen

Es waren schöne Tage im Land von Nana Mouskouri… nur leider war der Start bzw. die Übernachtungen insgesamt alles andere als einfach. Griechenland ist für Rucksackreisende, was die „zweite W.“* für Studenten ist… nicht wirklich optimal. Die subjektiven Gründe…

  • Warum gibt es in der zweitgrößten Stadt Griechenlands (Thessaloniki) kein einziges Hostel? Beziehungsweise nur eine Privatwohnung als Hostelersatz mit sechs Betten, die ehemalige Reisende auf Vertrauensbasis vermieten? Selbst im gesamten Land gibt es kaum mehr als 20 Hostels. Somit mussten wir das s im Namen streichen und auf Hotels ausweichen… das schäbigste Zimmer kostete je nach Stadt zwischen 30,- und 45,- Euro pentru doua persoane.
  • Warum ist die Touristeninformation am Sonntag zu? Wiederum in derselben, zweitgrößten Stadt Griechenlands. Machen die Touristen am Sonntag Pause? Preisfrage: Warum wohl sind viele Museen am Sonntag offen, am Montag aber zu? Vielleicht weil die Touris besonders am Wochenende kommen…?
  • Obwohl wir „all-inclusive“ Zugtickets für die gesamte Balkanregion hatten, mussten wir in Griechenland noch mal ordentlich zuzahlen. Ein Beispiel: Für den Zuschlag in einem langsamen Intercity mit Ende-Achtziger-Charme hätten wir uns fast eine weitere Übernachtung leisten können – und das ohne bekleckerte Sitze. Echt mal, da hatten selbst die alten S-Bahnen in Dresden einen besseren Standard.

So, genug gemeckert. Insgesamt war’s echt schön! Das Land, die Leute, der Wein. Ganze vier Tage haben wir in einem Haus am Meer zugebracht, das nicht an’s Stromnetz angeschlossen ist und kein fließendes Wasser hatte. Dafür aber Solarzellen auf dem Dach, einen gasbetriebenen Kühlschrank, die Küche unter freien Himmel, die Dusche im Garten. …und ja, da gibt es sie noch: Einsame Buchten, klares tiefblaues Wasser, sauberer Sandstrand, kein Mensch weit und breit. Wie im Urlaubsprospekt eben, nur ohne Photoshop. Ach, was soll ich noch schreiben… die meisten von euch werden ohnehin schon da gewesen sein.

* für Nichtstudenten: Die letzte Prüfung vor der Zwangsexmatrikulation… da geht’s um die Wurst.

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