Was haben Nestlé, Nivea, Maggi, L’Oréal, Hugo Boss und Nokia gemeinsam? All diese Konzerne finden sich auf dem obigen Boykottplakat, das den türkischen Konsumenten vor den bösen amerikanischen und israelischen Konzernen schützen soll. „Kauft nicht bei…“ und so… dumm nur, dass all diese Konzerne in Europa zu Hause sind.
Man mag ja von Boykotten halten was man will und Nestlé aus ganz anderen Gründen meiden (nicht nur ich tue das)… aber sorry, wenn man beim Boykott von amerikanischen Produkten neben diesen Fehlern auch noch McDonald’s und Nike vergisst… nee, da hat nicht nur der Grafiker geschlafen.

ja nicht nur dass man hier im zusammenhang völlig irrelevante europäische firman aufführt, es werden auch zwei marken genannt die aus der sicht der plakatersteller auf der guten seite stehen müssten.
BOSS hat uniformen für die wehrmacht und die ss geschneidert, und IBM hat mit den hollerith-lochkartenmaschinen die dezimierung der europäischen juden mitorganisiert. aber wer wird sich den mit details rumschlagen, hauptsache gegen die joodn geifern…
Und: Pepsi killed Michael Jackson!
grundsätzlich geht es ja auch nicht darum, wo die firmen zuhause sind, sondern wohin das geld fliesst, und wer wen unterstützt. nur weil das unrecht des israelischen staates anprangert, ist man noch lange kein hitler-fan und auch kein antisemit.
aber vielleicht braucht es zum verständnis erst einen urlaub in palästina… ach nee, ist ja das abgeriegelte gebiet, in dem nicht mal hilfskonvois reindürfen. zum glück hat es vor kurzem endlich mal einer geschafft: http://www.jungewelt.de/2009/07-17/057.php